Indian Summer
Knuspriger Tag im Oktobergold
Nässe der Nacht hängt in den Bäumen
und tropft ab
Feucht glänzen Pilze
Ich stehe im Dunkeln auf
Die gardinenlosen Fenster starren stumm
Die brennende Kerze wiederholt sich in
der Scheibe
Der dunkle Morgen wechselt in den noch
trüben Tag
Morgens einen frischen Apfel direkt vom
Baum essen
Walnüsse sammeln und braune Finger
kriegen
Bei Omi die riesigen roten Blätter des
Wildern Weins bestaunen
Schwarze Nässe beklebt mit bunten
Blättern
Nebel trübt das Grün der Wiesen
Spinnweben glitzern waagerecht im Gras
Braun stirbt der Sommer am Wegesrand
Wieder den gemütlichen blauen
Dufflecoat anziehen
Eicheln sammeln und zum Förster
bringen
Mit Anlauf in die riesigen Laubhaufen
fallen lassen
Scheibenwischer rennen hin und her
Der Regen prasselt auf das Dach des
Zuges.
Wasser wandert schräg am Fenster
Nasse Menschen steigen ein
Wintervögel fliegen in dichtem Schwarm
schwarz über den Bahnhof.
Hocken krakeelend in den jetzt wieder
durchsichtigen Bäumen
Das „Rote Tuch“ scheint festgezurrt
für immer