Letzte Woche las ich „Unterwerfung“ von Michel Houllebecq. In der Dialogszene eines Kapitels geht es um Wut, um Zorn. Das Gespräch zwischen dem Protagonisten und seinem Gesprächspartner hat nicht die Wut an sich zum Thema, diesem von jeglichen Geschöpfen unabhängig existierenden Phänomen der Wut, deren Manifestation im allgemein existierenden Raum, sondern vielmehr und an dieser Stelle die verschiedene Beurteilung von männlicher und weiblicher Wut. Ich bin es nicht gewöhnt und nicht sonderlich erfahren, mich souverän zu solchen Dingen zu äußern, aber mir fällt dazu ein in den 70- iger Jahren gedrehter Dokumentarfilm ein. Ein Film über frei lebende Tiere:
Die Wut eines von einer großen Raubkatze durch Momente namenloser Furcht zu Tode gehetzten Pavians, der sich umdreht zu seinem Verfolger, welcher dicht hinter ihm, keine zwei Meter entfernt zum Sprung ansetzt. Ein letzter wütender Angriff, die Gestalt hochaufgerichtet, mit freigelegtem Gebiss, fletschenden Zähnen und erhobenen Armen stellt Pavian bzw. Pavianin sich dem persönlichen Killer.
Die Wut eines von einer großen Raubkatze durch Momente namenloser Furcht zu Tode gehetzten Pavians, der sich umdreht zu seinem Verfolger, welcher dicht hinter ihm, keine zwei Meter entfernt zum Sprung ansetzt. Ein letzter wütender Angriff, die Gestalt hochaufgerichtet, mit freigelegtem Gebiss, fletschenden Zähnen und erhobenen Armen stellt Pavian bzw. Pavianin sich dem persönlichen Killer.
Im Gegensatz dazu möchte Houllebecqs Ich-Erzähler die Regung Wut unterschiedlich betrachtet wissen. In dem Sinne von
Wut steht Ihr lange nicht so gut wie Ihm…hmmm

