Donnerstag, 19. Februar 2015

Was guckst Du?




Letzte Woche las ich „Unterwerfung“ von Michel Houllebecq. In der  Dialogszene eines Kapitels geht es um Wut, um Zorn. Das Gespräch  zwischen dem Protagonisten  und seinem Gesprächspartner  hat nicht die Wut an sich zum Thema, diesem von jeglichen Geschöpfen unabhängig existierenden Phänomen der Wut, deren Manifestation im allgemein existierenden  Raum, sondern vielmehr und an dieser Stelle die verschiedene Beurteilung von männlicher und weiblicher Wut. Ich bin es nicht gewöhnt und nicht sonderlich erfahren, mich souverän   zu solchen Dingen zu äußern, aber mir fällt dazu ein in  den 70- iger Jahren gedrehter Dokumentarfilm ein. Ein Film über frei lebende Tiere: 
Die Wut eines von einer  großen Raubkatze durch Momente namenloser Furcht zu Tode gehetzten Pavians, der sich umdreht  zu seinem Verfolger, welcher dicht hinter ihm, keine zwei Meter entfernt zum Sprung ansetzt. Ein letzter wütender Angriff, die Gestalt hochaufgerichtet, mit freigelegtem Gebiss, fletschenden  Zähnen und erhobenen Armen stellt Pavian  bzw.  Pavianin  sich dem persönlichen  Killer. 
Im Gegensatz dazu  möchte  Houllebecqs Ich-Erzähler die Regung Wut unterschiedlich betrachtet wissen. In dem Sinne von 
Wut steht  Ihr lange nicht so gut wie  Ihm…hmmm




                                                                       

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