Meine Füße und ich waren weder
im Gebirge noch in der Wüste noch
auf einer Insel in einem heißen Land. Wir waren beim Friseur.
Ab und zu gehen wir da hin, obwohl alle Gesichter fahl und hässlich werden über dem unterm Kinn straff zusammengeschnürten schwarzen Frisierumhang unter den von der Decke hängenden nackten Glühbirnen.
Mir ist es scheißegal, ob ich
eine fahle Gesichtshaut hab und meinen Füßen sowieso. Mein Kopf wird zwischen vorsichtige Hände mit
lackierten Nägeln genommen, um ihn behutsam nach hinten ins Waschbecken zu
legen. Mir wird das handwarme Wasser aus
der Stirn gestrichen und hinter meine Ohren und nach dem Haarewaschen ein
blütenweißes Handtuch um den Kopf geschlungen und mit leichten Berührungen warmer
Fingerspitzen hinten im Nacken
festgesteckt.
Wenn ich dann die Augen zumache und mir ein wenig schwindlich wird, ist es fast so aufregend wie ein Erdbeben.
