Als ich klein war, näherte ich
mich jeder Karre, jedem Bollerwagen, jeder Schubkarre mit großer Bewunderung,
sehnte mich aufzusteigen, getragen zu werden von den mit Luft
gefüllten federnden Gummireifen unter
den jeweiligen Brettergestellen. Ich schaute neidisch auf die älteren Kinder
mit ihren Rollern und Fahrrädern, Wunderwerke aus gerade und gebogenen, dicken
und dünnen Metallstangen, die zwei Räder verbanden. Kaum hatten sie sich hinaufgeschwungen, schossen ihnen unsichtbare
Flügel aus den Schultern, so dass sie, den Kopf mit wehenden Haaren in den
Nacken gelegt, die Augen himmelwärts gerichtet, manchmal sogar den Lenker
losließen und die Arme links und rechts weit ausgestreckt, an mir vorbeiflogen.
So wie dem Leben überhaupt
dann Stück um Stück sein Wundersames
verlorenging und der Selbstverständlichkeit Platz machte, mir für Jahrzehnte
diese Wunderwerke auf Rollen keinen müden Blick mehr wert waren, so kehrt mein
Kinderblick zurück. Langsam, unaufdringlich, stetig, Stück für Stück.

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