Sonntag, 28. Juli 2013

Tümpel

Ein Fleckchen Schotter zwischen Schilfgras,  kieselig, aschig, kleine rostrote Tonscherben.  Kronenkorken, das plattgequetschte Blech heiß unter den Fußsohlen, hinterließ  kleine  Abdrücke mit gezacktem Rand in der Haut, winzige Brandzeichen. Mit Stöcken links und rechts auf Brennesseln einschlagen und dann bis zu den Knien rein ins morastige Tümpelwasser.  Dann hockten wir im Schilf  in kurzen Hosen und Röcken und streiften  mit der flachen Hand  an der Haut entlang, zupften uns Blutegel von den Waden. Wir schleuderten die schwarzen Würmer  von uns   und beobachteten ihre Bewegungen, wie sie sich immer abwechselnd vorne dick und hinten dünn  werdend  durchs Gras  in Richtung  Tümpel schlängelten.
Nen  kam über die Wiese, ihr  Fahrrad schiebend im bunten weiten Rock und brachte Rhabarbergrütze. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen