Wenn ich so wie heute morgen an
meinem ersten Ferientag ein paar Tage vor Weihnachten noch vorm Zähneputzen und
in meinem Leopardenmuschelmorgenmantel meinen Apple aufsuche, mein Blick nach
kurzem Streifen von Mails, Blog und
Gesichtsbuch durch das trübe Glasrechteck
zwischen den Fenstersprossen nach draußen auf die von Bindfadenregen getränkten
schwarzen Äste der Bäume schweift, auf
den verdreckten gelben Fußball zwischen den neu entstandenen Maulwurfshügeln, überkommt
mich das anmaßende und ungerechte Verlangen diese Welt zu zerstören, eine alles
umfassende Abschaffraserei.
Bei aller Anstrengung und dem
Einsatz sämtlicher mir zur Verfügung stehender Vorstellungskräfte, trotz besseren
Wissens und lebenslanger Erfahrung,
gelingt es meiner Phantasie nicht, ein
Bild von knospendem Leben, von strahlendem Neubeginn herauf zu beschwören.
Angestachelt durch meine Zerstörungsgelüste,
scheinen Äste, Maulwurfshügel und Fußball sich bereit zu machen gleich
klirrend durch die Fensterscheibe auf
mich zu stürzen, ihre eigene Winterverlorenheit an mir auszulassen.
Wie vor dem Angriff eines Rudels
mich schützend, auf einer Stelle stehend wild um mich selbst kreiselnd, den
Prügel in der Faust herumwirbeln.
Ich hab es nicht mal geschafft,
die angewärmte Milch aus dem kleinen Milchtopf in meinen Kaffeebecher zu gießen ohne zu kleckern. Obwohl der
Milchtopf an einer Seite eine kleine Tülle hat.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen