Samstag, 7. Dezember 2013

Noch dunkel

um halb acht 
an einem Samstag,  morgens,  im Dezember.

Die kleine Stadt scheint noch zu schlafen.
Müde Gestalten  eilen ein wenig gebückt vorbei.
Der Bus steht wartend da und leuchtet.

Viel weihnachtlicher Schmuck ist noch vom Sturm zerzaust,
schon bald wird alles wieder glänzen.
Die angefrorene Schneematschdecke knirscht beim Gehen.
Erste Waren warten vor der  Ladentür.

Siegreiche Fahrräder hängen wie erschöpft an ihren Schlössern,
ein Tannenbaum liegt schmucklos und verschmutzt auf einem Parkplatz.
Ein Übriggebliebener der vergangenen Nacht pisst an die Wand im Bahnhofstunnel.
Man schaut pikiert und stört ihn nicht.

Geschlossen starren die Buden auf dem Weihnachtsmarkt ins Leere,
das Karussel ruht schweigend aus.
Und während in den Kronen der Bäume die Krähen lärmen,
ist es beim Bäcker warm und freundlich.

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