Zu unserem
Haushalt gehört seit einigen Jahren ein kleiner täuschend echt aussehender
Totenschädel aus Plastik, den ich vor Jahren im Aquarienhandel gekauft hatte.
Erst schmückte er meinen Baba Jaga Zopf bei einem Bühnenauftritt mit Hexenspektakel,
dann lag er zwei Jahre am Rande eines bemoosten Wassertellers zwischen Steinen,
Muscheln Spinnen und Holzborken im ausrangierten und trocken gelegten Aquarium
hinterm Haus, wo unser ältester Enkel Jungfrösche hielt. Lange Zeit blieb er unbeachtet
in einer Ecke auf dem Fenstersims meines Arbeitszimmers liegen und die letzten
beiden Sommer hatte er seinen Platz neben der großen Chinavase draußen auf dem
Terrassentisch.
Als
ich vorhin noch ein paar Holzscheite für den Kamin holen wollte, fiel mein Blick kurz auf den mit
einer Plane winterfest verpackten Tisch und blieb an dem Totenschädel hängen,
der zusammen mit einem Aschenbecher in Schildkrötenform und einigen
herabgewehten Blättern und Zweigen in einer kleinen Pfütze auf der grünen Plane lag.
Plötzlich
wollte ich ihn nicht mehr in meiner Nähe haben. Ich habe ihn mit spitzen
Fingern angefasst und in hohem Bogen über die Hecke zum Nachbarn rüber geschleudert.
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