Samstag, 23. April 2016

Kreta

Nur langsam schmilzt der Schnee
über der kleinen Flamme
und es dauert seine Zeit,
bis wir die kleine Tasse heißer Tütensuppe
voller Wohlgefühl mit etwas Brot und Käse
als Köstlichkeit genießen .

Herabgestiegen von der noch schneebedecktenSchulter des Melidau
waren wir in dieses Paradies gelangt.
Vor uns lag eine kleine Alm voll satten Grases,
bedeckt mit hunderttausenden blühenden Krokussen,
unberührte Märchenlandschaft von unglaublicher Schönheit.

Jetzt stand inmitten dieses Blütenfeldes
unser kleines blaues Zelt.
Zerstörerische Spuren unserer schweren Stiefel waren nicht zu übersehen.

Späte Sonnenstrahlen tauchten das schneebedeckte Pachnesmassiv in sanftes Rot,
unser Ziel für morgen betrachteten wir mit zunehmenden Respekt.
Die weißen Blüten um uns her hatten sich in Erwartung der Nacht geschlossen,
weit weg am Gipfel des Melidau kreisten noch ein paar Gänsegeier.
Und verschwanden. Absolute Stille umfing das Tal.

Die Kälte der Nacht zeigt uns dann deutlich wieder Grenzen.
Wir steigen ab, statt weiter auf.






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