Nur langsam schmilzt der Schnee
über der kleinen Flamme
und es dauert seine Zeit,
bis wir die kleine Tasse heißer
Tütensuppe
voller Wohlgefühl mit etwas Brot und
Käse
als Köstlichkeit genießen .
Herabgestiegen von der noch
schneebedecktenSchulter des Melidau
waren wir in dieses Paradies gelangt.
Vor uns lag eine kleine Alm voll satten
Grases,
bedeckt mit hunderttausenden blühenden
Krokussen,
unberührte Märchenlandschaft
von unglaublicher Schönheit.
Jetzt stand inmitten dieses Blütenfeldes
unser
kleines blaues Zelt.
Zerstörerische Spuren unserer schweren
Stiefel waren nicht zu übersehen.
Späte Sonnenstrahlen tauchten das
schneebedeckte Pachnesmassiv in sanftes Rot,
unser Ziel für morgen betrachteten wir
mit zunehmenden Respekt.
Die weißen Blüten um uns her hatten
sich in Erwartung der Nacht geschlossen,
weit weg am Gipfel des Melidau kreisten
noch ein paar Gänsegeier.
Und verschwanden. Absolute Stille
umfing das Tal.
Die Kälte der Nacht zeigt uns dann
deutlich wieder Grenzen.
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