Schon
immer waren Streifzüge durch die frühlingshafte Natur fester Bestandteil
meines Lebens gewesen. Mein
hingeworfenes Rad neben einem Feldweg, zwei drei Schritte die Böschung
hoch, wo ich mir im Knick ein paar weiß
blühende Zweige abbrach,ein Sprung zurück auf den schmalen Pfad und wieder
aufs Rad, die Zweige quer über dem Lenker und die zarten weißen Blüten
baumelten über dem Vorderreifen.
Jetzt
bin ich wieder in den Feldern unterwegs. Seit fast zwei Jahren war mir das
nicht mehr möglich gewesen. An Stelle meines Fahrrads und meiner zwei Beinchen
unter mir das leichte Beben meines neuen Gefährts, welches durch seine
ausgeklügelte Balancetechnik fast wie etwas Lebendiges anmutet. Es folgt meinem
Schenkeldruck und den Bewegungen meines Körpers wie ein Reittier.
Am
Wegesrand das weiße Aufblitzen der Blüten. Zentaurisch schwinge ich mich die
Böschung hinauf, durch leichte Verlagerung
des Körpers gebe ich meinem Tier die richtige Ausrichtung, meine Hände greifen den Zweig, und noch einen, den da hinten auch
noch. Eine leichte Wendung, ein Beugen des Oberkörpers und ich bin wieder auf
dem Weg.

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