Samstag, 24. August 2013

Die Schwarzen Männer

Die schwarzen Männer waren wieder da.
Wir konnten sie nur noch nicht sehen.
Sie bedrohten uns täglich, und dennoch machte sich der hoffnungsvolle Zug, bepackt mit Badesachen, Schwimmringen, Bällen und nicht zu vergessen den, jedes Jahr obligatorisch neu gekauften, zweiteiligen Plastikfähren, auf den Weg zum Strand am Leuchtturm.

Es war eigentlich kein einladender Strand mit vielen Steinen, aber wenn wir diese und die meterbreiten vor sich hinfaulenden Seetangstreifen geschafft hatten,  wurden wir belohnt durch zwei große breite Sandbänke mit flachem Wasser. Schwimmen konnten wir noch nicht, und das erreichen der "Zweiten" war immer eine große Sache und manchmal eine kleine Heldentat

Auch waren wir hier ziemlich alleine.
Strankörbe gab es hier noch nicht, und der erste der sich hier festsetzte, war dann der unsrige.
Er kam, es war im zweiten oder dritten Jahr, als immer größer werdendes Ungetüm, schon lange vor Ankunft sichtbar,  auf dem Rücken des Vermieters schaukelnd daher.
 
Vorerst aber lagerten wir direkt am Zaun, der die Dünen schützte, ungeschützt.
Noch wehte uns Sand auf die Decken, aber die schwarzen Männer erhoben sich schon, wurden zahlreich und brachten Regen.
Wir hockten dann unter irgendwelchen Planen, die am Zaun befestigt wurden und hielten durch. 
Jeden Tag.

Das Mittagessen, welches uns dann, wenn wir wieder "oben" waren, erwartete, war immer großartig, auch wenn ich  gar nicht mehr weiß, was es eigentlich so gab.
Nachtisch gab es immer!
Und dann machten wir Mittagsschlaf.

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