Mittwoch, 11. Dezember 2013

Brief eines naiven Menschen an Barak Obama


http://www.youtube.com/watch?v=xzh6Efg52T8
http://derstandard.at/1385170435914/Johannesburger-Stadion-oeffnet-fuer-Trauerfeier-fuer-Mandela

auf deutsch, da der naive Mensch des englischen nicht genügend mächtig, und jetzt auch keinen Bock auf die Mühe hat.


Dear Barak Obama,


eine wunderbare Rede haben Sie da zu Ehren Madibas gehalten. Nun ist es doch verwunderlich, dass sie, der Sie ihn als Ihr Vorbild bezeichnen, sowenig in seinem Sinne handeln.

Ich appelliere deshalb an Sie, das Erbe dieses großartigen Menschen anzutreten, endlich so zu handeln, wie es Nelson Mandela an Ihrer Stelle getan hätte. Führen Sie sein begonnenes Werk und auch das seines amerikanischen Vor- und Mitkämpfers Martin Luther King weiter. Sie haben die Macht dazu, sitzen nicht in einer Gefängniszelle sondern an der wohl mächtigsten Stelle dieser Welt, müssen nicht folternde Polizei oder Dunkelhaft und jahrelangen Kerker fürchten. Fangen Sie an, das zu tun, was ER an Ihrer Stelle getan hätte. 


Machen Sie sich nicht länger zum Henker und stoppen Sie den Drohnenkrieg in Pakistan durch den täglich Unglück und Kummer über viele Menschen gebracht wird, und Unzählige täglich in Angst und Schrecken hält.

Stoppen Sie die Hinrichtungen zum Tode verurteilter in Ihrem Land und setzen Sie sich ein,dass dies auch in anderen Ländern nicht mehr geschieht.

Schließen sie endlich das Gefängnis in Guantanamo und sorgen Sie dafür, dass die Gefangenen dort einen fairen Prozess bekommen.

Hören Sie auf die Bevölkerung der Erde auszuspionieren und jeden für Ihren Feind zu halten.

Begnadigen Sie Chelsea Elizabeth Manning, deren einziges Verbrechen darin bestand, damals noch als Bradley Manning, Kriegsverbrechen der Armee Ihres Landes öffentlich zu machen. Dafür wurde sie zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt.

Heben Sie die Haftbefehle auf gegen Edward Snowdon und Julian Assange, und beenden Sie die Jagd auf Menschen, die die dunklen und auch in Ihrem Land rechtswidrigen Machenschaften von Armee und Geheimdiensten aufdecken.

Sorgen Sie besser dafür, das Kriegsverbrecher, auch Angehörige der US Armee, vor Gericht gestellt und verurteilt werden und nicht diejenigen, die sie entlarven.

Verringern Sie die Gefahr durch Amokläufer durch konsequente Waffengesetze in Ihrem Land. Stellen Sie sicher, das Kinder wieder frei und sicher in ihre Schulen gehen können.

Das alles sind nur einige Missstände in Ihrem eigenen Land.

Nelson Mandela hätte diese Dinge als Präsident Ihres Landes niemals geduldet und hätte gegen sie gekämpft, ohne Rücksicht auf Waffenlobby, reaktionäre Interessenvertreter und ein evtl schlechtes Wahlergebnis seiner Partei. Haben Sie nur einen Bruchteil seines Mutes und fangen Sie an. Denken Sie an die kleine Anekdote die Madiba gerne erzählt hat und die zu einem Leitfaden seines Lebens wurde; wie er als junger Kerl stolz einen kleinen von ihm geschossenen Vogel präsentierte, und ein kleines Kind leise fragte: „Wie die Mama von dem Vogel sich jetzt wohl fühlt“

Nie wieder sollte ein anderes Lebewesen durch seine Schuld zu Tode kommen.

Reden Sie nicht nur über ihn als Vorbild, sondern handeln Sie nach seinem Vorbild. Vielleicht hält dann ja eines Tages ein ehemaliger Todeskandidat aus einem Ihrer Gefängnisse eine ebenso schöne Rede an Ihrem Grab, wie Sie gestern in Johannesburg. Wäre doch was.

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