Montag, 28. April 2014

Ampelmännchen

Wie an fast jedem morgen in der Woche stand ich mal wieder bei"Rot" an der immer gleichen Ampel und wartete, an einen Pfeiler gelehnt, so dass ich nicht von meinem Fahrrad absteigen mußte.
Mir gegenüber auf der anderen Straßenseite stand eine junge Frau mit Kinderwagen. Ihre kleine Tochter, vielleicht drei bis vier Jahre alt, mit kleinen Zöpfen, die etwas wild nach den Seiten abstanden, stand daneben, mit einer roten Puppenkarre, darin eine blonde, gut zugedeckte Puppe, denn es war noch recht kühl, morgens um kurz vor acht.
Das Mädchen schaute,zumindest sah es so aus, sehr konzentriert auf das Zeichen der Ampel, während ihre Mutter ihr irgendetwas erklärte. Ich vermute,dass sie ihr sagte, dass die Ampel jetzt ein rotes Männchen zeigte und, wenn dieses grün werde, sie die Straße überqueren könne.
Ich war mir nicht sicher, ob das Kind wirklich sah, was ihre Mutter glaubte. Als die Ampel auf"Grün" sprang erfolgte bei dem Kind keinerlei Reaktion. Die Mutter schob es schließlich an, und es setzte sich in Bewegung. Als es an mir vorüberging hatte ich den Eindruck, der Blick hafte immer noch an einem unbekannten Punkt, irgendwo im Nichts. 
Was es dort gesehen hat, weiß ich nicht, die Ampelmännchen waren es jadenfalls nicht.

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