Es hat die ganze Nacht geregnet
Ich nehme, wie so oft, den Zug "Siebensechsunddreißig"
und steige ein.
Es ist schon außergewöhnlich voll.
“Ein Wagen weniger“ schnappe ich
auf,
außerdem habe ich den Wagen erwischt,
der „oben 1. Klasse hat“,
und der ist unten immer besser belegt als die anderen.
Es sind noch Plätze frei,
doch ich gehe durch und entscheide mich
erst am Ende des Waggons,
bereue dies dann sofort.
„Warum bloss mache ich immer wieder
diese Fehler?“
Weitergehen, möchte ich aber
auch nicht.
Also drängele ich erst mal die Knie
eines Schlafenden beiseite
und nehme ihm gegenüber Platz.
Ich muß mich leicht nach außen
biegen, da der Herr neben mir einen großen Teil des mir zustehenden
Raumes mit einnimmt, und auch keine Anstalten macht,
dies zu ändern.
„Soll ich dies hinnehmen, oder meinen
Teil beanspruchen?“
Ich entscheide mich für
„Beanspruchen“, und fange an zu drängeln.
Ich übe erst nur leichten Druck aus,
aber dies erweist sich als erfolglos.
Also mehr.
Der Herr ist mit seinem Handy
beschäftigt und ich mache jetzt zunehmend Druck.
Die starke Berührung mit dem Arm
dieses Nebenmannes ist mir recht unangenehm,
aber ich halte durch.
Mit einem genervten Seufzer zerrt
dieser dann doch sein Gepäck neben sich vom Sitz und gibt mir Raum.
Ich feiere den Sieg zufrieden, hole mein Buch aus der Tasche und ärgere mich nicht mehr.
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