In einem
Raum ohne geöffnetem Fenster zu schlafen, war mir seit je her unmöglich gewesen. Mindestens durch
einen kleinen schmalen Spalt muss das Draußen rein ins Zimmer, brauche ich den
feinen Strom der Nachtluft am Gesicht. An warmen Nächten im Camping Bus möchte ich
am liebsten nur ein dünnes Tuch vor der offenen Schiebetür.
Mein kleiner Bruder hat Angst vor
Überfällen, möchte den Bus verrammeln. Am ersten Abend unserer Reise
verbrachten wir die Nacht auf einer Autobahnraststätte kurz hinter Stettin in der Sicherheit zwischen zwei ruhenden
Sattelschleppern. Alle Türen waren elektronisch verriegelt, nur im Dach war eine winzige Klappe geöffnet.
Unserer nächster Nachtplatz lag
im Kiefernwald dicht am Meer. Wir konnten das Meer hören. Kurz vorm Wegdämmern fuhren wir hoch, lauschten
mit beiden Händen auf der Matratze abgestützt einem huschenden Geräusch um den
Bus. Mein Bruder mühte sich mit dem Türöffner ab. Es war das mehrmalige Summen
und Klacken des Türöffners zu hören, klack summ klack summm...Die Tür blieb
verschlossen.
„, Wir sind eingeschlossen!“ die
Augen aufgerissen, seine Stimme panisch, starrte er in mein Gesicht.
Dann ließ er sich wieder auf die Seite fallen, um Schwung zu
holen, sich endgültig hoch zu wuchten.
Das Geräusch war jetzt auf der
anderen Seite des Busses, direkt vor der Schiebetür. Entschlossen stand er
davor, den Türöffner dicht vor seinen brillenlosen Augen. Klacksumm,
klacksumm.
Jetzt knackte es in dem Schloss und die Tür
wurde mit einem Griff aufgerissen. Ich
spürte den hereinströmenden Luftstrom.
„Unsere Stühle sind weg! Nein umgerissen!“
Es war nur ein Tier, etwa so groß
wie ein Cockerspaniel. Vielleicht ein Fuchs.
"Auf jeden Fall hatte das Tier einen Schwanz gehabt," murmelte mein Bruder bevor ich wieder einschlief und dann hörte ich noch das Klacksumm des Schiebetürverrammlers.
"Auf jeden Fall hatte das Tier einen Schwanz gehabt," murmelte mein
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