Es war ein heißer Sommertag vor
Jahren.
Gewitter lagen in der Luft, den ganzen
Tag schon,
grummend in der Ferne.
Wir beschlossen noch einen kleine
Wanderung zu machen,
einmal um den See, und vielleicht noch
ein wenig in die Heide,
und wurden dann überrascht und
eingekreist.
Wir suchten Schutz unter einem
Jägerstand, aber dieser schien uns bald schon nicht mehr gut.
Blitz und Donner waren über uns und um
uns, und wir rannten über die Heide für besseren Schutz unter dem
winzigen Überstand einer Infotafel: „Müritz Nationalpark“,
gleich neben einer kleinen Brücke über
den Fluß.
Angepresst gegen das Schild versuchten
wir dem Unwetter zu trotzen,
was vergeblich war.
Die noch kleinen Kinder fingen an zu
weinen.
Wir waren naß und ohne Schutz.
Da sahen wir am anderen Ufer ein Auto
stehen.
keinen Jeep, was möglich wäre in
diesem sandigen Gelände,
ein Fiat Panda war´s, sandfarben,
winzig klein,
und geisterhaft.
Wir rannten hin und klopften zaghaft an
die beschlagene Scheibe.
Ein freundliches Gesicht erschien und
ich fragte dies um Hilfe für die Kinder,
mehr Platz würd´ sowieso nicht sein.
Doch weit gefehlt.
Die Sitze waren hinten ausgebaut und
alle fanden Platz.
In rasanter Fahrt ging es jetzt durch
dick und dünn.
Durch knietiefe Pfützen und über
Stock und Stein.
„Ein Ornithologe wäre er und auf der
Pirsch“
erzählte uns der Retter und brachte
uns sicher an unser Zelt.
Am Tag darauf erzählten wir dies so
nebenbei den Campingplatzbetreibern.
Totlachen wollten diese sich:
„Ein Ornithologe?“
„Hier? Was für ein Quatsch?“
„Da hat Euch einer einen mächtigen
Bären aufgebunden“
Wir haben dann versucht, das kleine
Auto doch zu finden,
haben gefragt und uns erkundigt.
Niemand hatte es gesehen.
Keiner kannte so ein Auto.
Es ist nie wieder aufgetaucht.
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