Jaron umklammert den hellen, vom Meer gerundeten Stein
fest, die Faust an seinen Bauch gepresst.
„ Jaron, der gehört Jelva. Gib
ihn zurück!“
Die Stimme seines Vaters ist klar und bestimmt. Seine Kusine Jelva steht vor ihm, hält ihre
geplünderte Steinesammlung in der Plastiktüte hoch über den Kopf und streckt
eine Hand nach ihrem Stein aus. Jarons Faust mit dem Stein schnellt hinter seinen Rücken.
„ Der gehört mir, der ist von
meinem Jungen.“
Beim Sprechen hält er den Kopf gesenkt,
der leichte Silberblick seiner
tiefbraunen Augen verengt sich. Dann blickt er auf und direkt und sicher in unsere fragenden Gesichter. Ja, es gäbe immer mal
wieder diesen "seinen Jungen“ werden wir von den Erwachsenen aufgeklärt Wir murmeln uns schmunzelnd etwas über Jarons Phantasie zu.
„ Nein,“ widerspricht Jaron
bestimmt und fixiert uns mit zusammengezogenen Brauen.
„ Mein Junge wohnt hinten in einem roten Haus.“
Manchmal möchte Jaron nach dem Kindergarten zu seinem Jungen in dem
roten Haus fahren. Aber niemand weiß, wo das rote Haus ist, in dem Jarons Junge
wohnt.

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