Wie oft war ich nun schon hier, und
immer wieder ist es ein besonderer Moment.
Langsam schiebt sich unser kleines Boot
durch die enge verschilfte Ausfahrt der Beek, und dann liegt er
wieder vor uns. Weit und schmal streckt sich seine Wasserfläche nach
Norden. Am rechten Ufer sind noch ein paar Bootshäuser, sonst gibt
es hier nur Wald und Wasser. Der See ist heute spiegelblank, nur ein
leichter Wind von Süden kräuselt das Wasser hier und dort. Er kann
auch anders. Dann springt er einen an, schwarz und bedrohlich, mit
weißen
Schaumkronen auf dem Wasser. Dann gibt es einen schönen
Tanz. Aber heute tanzt er nicht mit uns, heut´wiegt er uns sanft und
der leichte Wind treibt uns langsam dahin. Es sind Sommerferien und
es ist trotzdem wenig los. Weit entfernt sind noch zwei weitere
Paddler, ansonsten sind wir allein. Zwei Schwäne gründeln am Ufer
und einige Blässhühner und Haubentaucher mit ihren jetzt
halbwüchsigen Jungen spielen auf dem Wasser. Auf einem der
Bootshäuser sitzt wartend ein Angler, auf einem Steg zwei Enten, dösend in der Sonne. Es ist noch früh am nachmittag, aber wir
werden heute hier bleiben, uns einfach treiben lassen und die Stille
geniessen. Drüben am Ufer gab es mal einen Campingplatz. Er wurde
vor 20 Jahren geschlossen. Das Rezeptionsgebäude steht noch und die
Trockenklos, einfach so im Wald, mit zerdepperten Scheiben und
rausgerissenen Türen. Vergessen. Aber der Wald holt sich alles
wieder zurück. Bald wird nichts mehr übrig sein.
Kleine Buchten
gibt es hier, die ehemaligen Badestellen, noch nicht ganz zugewachsen
vom Schilf.
In einer davon stellen wir unser Zelt
auf, nur wenige Meter vom Wasser. Mehr brauchen wir nicht.
Abends
lauschen wir den Geräuschen des Waldes und dem leisen Plätschern
des Sees. Ein paar Enten schwimmen vorbei, ein Rohrsänger macht
ordentlich Konzert. Irgendwann schlafen wir ein, und werden aufwachen
mit dem Gurren der Tauben oben in den Kiefern.
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