Damit mein Roller morgens besser anspringt, steht er jetzt nachts im Flur. Auf der einen Seite flankiert von Ferdinands Relief, wo sich aus der sandfarbenen ebenen Fläche des Untergrundes eine Tierfigur, die sich im Wasser spiegelt, erhebt, auf der anderen Seite von einem seiner unvollendeten großen
Ölbilder. Das matte malvenfarbene Rosa der Karosserie bildet einen schönen Kontrast zu dem gelbgrün schraffiertem Hintergrund der hochformatigen Leinwand, andererseits leisen Widerhall des dunklen Violets, in dem die sitzende
Figur auf der linken Hälfte der Leinwand gehalten ist.
Die segelohrig anmutenden Rückspiegel
sind wie in wacher Aufmerksamkeit zur Seite gestreckt, sein Lenker mit dem
runden Zyklopenauge der Lampe und sein wie ein Reptilienmaul geformtes Schutzblech nach links unten geneigt, fast als
wolle es sich an die aus dem Relief herausgearbeitete angedeutete Figur eines Artgenossen anschmiegen. Als ich
gestern abend den Flur durchquerte, hielt ich kurz inne, strich mit der Hand
über die lang gestreckte schwarze Fläche des Sitzes, über seine weichen Rundungen und musste schmunzeln
über den kurzen Impuls, ihm ein Tellerchen mit Milch hinzustellen.
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