Mittwoch, 14. Oktober 2015

Bildbeschreibung



Damit mein  Roller morgens besser anspringt, steht er jetzt nachts im Flur. Auf der einen Seite flankiert  von Ferdinands Relief, wo sich aus der sandfarbenen ebenen Fläche des Untergrundes eine Tierfigur, die  sich im Wasser spiegelt, erhebt, auf der anderen Seite von  einem seiner unvollendeten großen Ölbilder. Das matte malvenfarbene Rosa der Karosserie bildet einen schönen Kontrast zu dem gelbgrün schraffiertem Hintergrund der hochformatigen  Leinwand, andererseits leisen Widerhall des dunklen Violets, in dem die sitzende Figur auf der linken Hälfte der Leinwand gehalten ist.
Die segelohrig anmutenden Rückspiegel sind wie in wacher Aufmerksamkeit zur Seite gestreckt, sein Lenker mit dem runden Zyklopenauge der Lampe und sein wie ein Reptilienmaul geformtes  Schutzblech nach links unten geneigt, fast als wolle es sich an die aus dem Relief herausgearbeitete  angedeutete Figur eines Artgenossen anschmiegen. Als ich gestern abend den Flur durchquerte, hielt ich kurz inne, strich mit der Hand über die lang gestreckte schwarze Fläche des Sitzes, über  seine weichen Rundungen und musste schmunzeln über den kurzen Impuls, ihm ein Tellerchen mit Milch hinzustellen.



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