Ich sehe ein Bild von der nicht
mehr jungen Erika vor mir, wie sie in der Abendämmerung auf der Terasse in
ihrer „dümmlichen Ecke“ saß, ihren Nacken massierte, den Kopf mit dem kurzen schon
hell schimmernden Pagenschnitt in alle Richtungen hatte kreisen lassen, während
sie mit dem Küchenmesser, an dem noch
Rotkohlreste hingen, auf eine gerade aufgeblühte Nachtkerze im Beet vor der
Terrasse zeigte.
Dann war ihr ein Haar in den
Mund geraten. Noch mit dem Kohlmesser in der Hand hatte sie versucht, es mit
Daumen und Zeigefinger zu fassen zu
kriegen. Sie hatte mehrmals ins Leere gegriffen, ihre Lippen und ihre Zunge
waren unbeholfen herumgefahren, hatten hin und her gezuckt, von einer Seite auf
die andere, um dem blinden Tasten der Finger zu Hilfe zu kommen.
Das hatte mich traurig gemacht. Es
war, als wäre ich unbefugt in mir
verschlossene Räume eingetreten, als hätte ich einen kurzen Blick auf ihre vor
uns verborgene Verlorenheit erhascht.
Auch ich muss
meinen Kopf immer mal wieder vorne runter hängen lassen, weit nach hinten in
den Nacken legen. So einen Kopf muss man
ja auch sein Leben lang festhalten. Wenn er denn allzu schwer wird, dann geht
es mit ein wenig Übung vielleicht ja auch so:

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