Ich kam von Süden und umfuhr Leipzig
im Uhrzeigersinn in Richtung Bitterfeld.Es war ein schöner Spätwintertag, der
mittags schon warm zu werden versprach.Die Stadt lag in noch morgentlichem
Dunst.Rechts der Straße lagen einige
kleinere Seen, umgeben von braunem abgestorbenen Gras und wenigen
kleineren Bäumen.Kleine, ebenfalls braune Schilfinseln
ragten aus dem Wasser.Ich wußte, dass das Wasser kalt war.
Es war erst wenige Tage eisfrei,und schimmerte schwarzblau in der
Sonne.Der nicht starke aber noch giftige Wind
kräuselte seine Oberfläche.
Eine männliche Gestalt stand am Ufer
und schaute auf das Wasser.Sie bückte sich, nahm einen Stein und
warf ihn schwungvoll hinein.
Ich hätte gerne angehalten, hätte aus
beiden Händen von dem Wasser getrunken.Es hätte herrlich geschmeckt, nach
Wasser, wie es nur so schmecken kann, und nach Erde.
Ich hätte einen Stein genommen und ihn
weit hinausgeworfen.
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