Dienstag, 25. Februar 2014

...einen Stein geworfen

Ich kam von Süden und umfuhr Leipzig im Uhrzeigersinn in Richtung Bitterfeld.Es war ein schöner Spätwintertag, der mittags schon warm zu werden versprach.Die Stadt lag in noch morgentlichem Dunst.Rechts der Straße lagen einige kleinere Seen, umgeben von braunem abgestorbenen Gras und wenigen kleineren Bäumen.Kleine, ebenfalls braune Schilfinseln ragten aus dem Wasser.Ich wußte, dass das Wasser kalt war. Es war erst wenige Tage eisfrei,und schimmerte schwarzblau in der Sonne.Der nicht starke aber noch giftige Wind kräuselte seine Oberfläche.

Eine männliche Gestalt stand am Ufer und schaute auf das Wasser.Sie bückte sich, nahm einen Stein und warf ihn schwungvoll hinein.

Ich hätte gerne angehalten, hätte aus beiden Händen von dem Wasser getrunken.Es hätte herrlich geschmeckt, nach Wasser, wie es nur so schmecken kann, und nach Erde.

Ich hätte einen Stein genommen und ihn weit hinausgeworfen.








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