Sonntag, 2. Februar 2014

Wintervogel

Es ist noch nicht ganz hell an diesem Wintermorgen, doch schon beim Verlassen des Bahnhofs höre ich es.
Die ganze Stadt ist erfüllt von ihrem lauten „Krah Krah Krah“.
Sie sitzen zu Hunderten in den blätterlosen Linden über ihren jetzt verlassenen Horsten.
Kleine Schwärme fliegen auf und lassen sich wenig weiter nieder. Einzelne oder kleine Gruppen fliegen davon.
Die große Hängebuche im Park ist besetzt, als trage sie eine schwarze Mütze. In der Ferne zieht ein großer Schwarm  aus dem nebligen Sichtfeld.
Heute sind sie laut. An anderen Tagen sitzen sie still in den Bäumen und unterhalten sich gedämpft.
Nur vereinzelt ist ein gedämpftes „Tschak“ zu vernehmen. Dann reden sie über uns.


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