Schon seit zwei Monaten steht fest, dass er sich eine Wohnung ganz für sich alleine suchen muss. Seit sie ihm gesagt hat, dass Schluss ist und sie am ersten Januar ausziehen wird. Sie hat das schon lange geplant, hinter seinem Rücken mit ihrer Familie Pläne geschmiedet. Auch ihre beiden Töchter wussten Bescheid, lange bevor er ihr reinen Wein eingeschenkt hat. Das gemeinsame Haus wird verkauft. Er hätte sich längst um eine Wohnung
kümmern müssen. Viel zu schnell vergeht die verbleibende Zeit und er kommt jetzt in Zeitdruck.
Letztes Wochenende haben sie schon den Keller ausgemistet und vieles zum Sperrmüll gegeben.
Seit Wochen schläft er auf einer Matratze in der Musikschule. Tagsüber lehnt er sie hochgeklappt an die Wand hinter der Tür.
Seine Chefin bringt ihm morgens drei frische Brötchen und
einen Becher Kaffee vorbei. Manchmal liegt er dann noch auf der Matratze, wenn
sie anklopft, und er ruft dann
"Moment, bin gleich da! Stell doch einfach vor
die Tür und und danke! “
Das
ist supernett von der Chefin und er ist dankbar, dass er sie hat.

Das hast Du schön geschrieben
AntwortenLöschen