Donnerstag, 13. Juni 2013

Idiotenorgeln und anderer bourgeoiser Tand




Aus dem Dunkeln ans Licht befördert:
Familie Burke war die verächtliche Bezeichnung, die Don F.  in anfänglicher Hybris als Löwe von Grönwohld nach seinem Umzug in die Mühle seiner verlassenen Familie angehängt hatte, die in das "Papphaus" umgesiedelt war. Die  zwischen groß gemusterten Tapeten, Wick Vaporup, Creme Mouson und Tütenmilch, Sessel pfurzende, Bahlsen- Keks essende, Fernsehen guckende, Idiotenorgel  hörende, klassisch musizierende, "Möh" sagende,   jeden Morgen den Beamtentrampelpfad zu täglicher Verrichtung von Arbeit und Schule ( " wo man sich verdingt für das, was man täglich runterschlingt, was man bitter nötig haben muss...")  entlang trottende,  geist- und niveaulose  Bürgerfamilie, vor deren  Mittelmäßigkeit  er sich nun endlich befreit hatte. Tobias bemühte sich  fürsorglich, diesem Gift duchtränkten Bild   durch  augenzwinkernder Ironie die Boshaftigkeit zu nehmen und so auf diese Weise abgemildert und fast schon appetitlich angerichtet uns allen erträglicher erscheinen zu lassen.
Dieser Anfall einer Fehleinschätzung  dauerte allerdings nicht allzu lange und die Hütte der Familie Burke mitsamt seinen  Bewohnern kriegte wie durch Zauberhand berührt neuen Glanz  und Don F. schob in immer kürzer werdenden Abständen  sein Fahrrad erwartungsvoll milde gestimmt und voller guter Vorsätze  durch die kleine grün gestrichene Pforte. 

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