Montag, 29. September 2014

Brief an einen kranken Freund

Hallo A......, ich habe gerade bei Euch angerufen und mit B..... telefoniert. Dich wollte ich eigentlich sprechen, aber Du kannst nicht. Du bist zu krank. Das tut mir sehr leid. Ich würde Dir gerne etwas Mut machen, aber das wollen wohl andere auch und es ist wohl auch nicht so einfach. Ich kann es nur so gut es geht versuchen, indem ich Dir versichere, dass ich und auch meine Familie hier, Dir jeden Tag die Daumen drücken, dass es ein wenig besser geht. Die kleinen Schritte der Besserung sind manchmal gar nicht zu merken, aber sie sind da, und Du hast wohl gerade die schwersten Tage Deines Lebens. Ich wünsche Dir die Kraft, sie durchzustehen. Du hast und hattest bestimmt Stunden, in denen Du gar nicht mehr wußtest, wie Du das schaffen sollst, und jeglicher Mut war dahin. Aber es gibt immer eine Tür, die Dir offen steht, sie ist nur manchmal kaum zu sehen und schwer zu finden. Und manchmal ist es auch ganz gut etwas abzugeben, und zu sagen: „Ich habe alles getan, was ich konnte, den Rest mußt Du jetzt machen“.

Das Foto habe ich auf dem Bohnenwerder( schönster Platz der Welt“) in Mecklenburg gemacht. Vielleicht hast Du ja nächsten Sommer Bock mit mir dahin zu fahren. Dann nehmen wir uns das mal vor und machen uns einen schönen Tag. Blumen geben immer Zuversicht und nach einem dunklen Winter kommt immer auch ein neuer Sommer, ganz bestimmt. Jetzt wünsche ich Dir erst einmal, dass Du heute nacht gut schläfst, und dass es Dir morgen vielleicht ein wenig besser geht, und wenn es nur ein klitzekleines bisschen ist.

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