Ganz egal, was mich beschäftigt.
Erst steh ich noch etwas zögernd und unentschlossen abseits, manchmal brauche
ich einen kleinen Schubs, dann mache ich einen Schritt nach vorn, stolpere
tastend umher und dann bin ich mitten drin. Jetzt stecke ich bis über die Ohren
in der Geschichte der Mathiszigs. Stammbaum, Ahnentafel, Geschichten,
Überlieferungen...
Ich schreibe Namen und Daten,
suche eine schöne alte Schrift aus, zeichne mit Bleistift Rahmen zurecht,
schneide die kleinen Tafeln aus, suche ein System, schiebe umher, lege
nebeneinander und übereinander, rücke zurecht, klebe auf.
Regina M. hat ein bisschen
angeschoben, Martin M. hat mitgemacht und jetzt bin ich hier: Masuren am
Mauersee, zwischen Kattenau und Gut Steinhof, zwischen 1529 und 1902 und dann
weiter bis in den Norden Deutschlands von 2014. Eine Spielerei, ein Puzzle aus
Vornamen und Daten, aus denen erst schemenhaft und dann immer deutlicher klare Gestalten
aus dem Nebel vergangener Jahrhunderte entstehen. Ich geistere herum
zwischen den Buchstaben ihrer Namen und der graphischen Anordnung ihrer Geburts-
und Todesdaten bis sie da vor mir stehen in ihren bodenlangen Kleidern, ihren Tüchern, ihren Hosen und Jacken, Stock Hut und Mantel unterm Arm. Ein
Date mit gestern, heute und morgen.


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