Ich weiß noch genau, welche Klamotten ich getragen hatte, als mir Kanalarbeiter Egon alias Rio in einem Affenzahn auf der von ihm erst kürzlich frisch geteerten Straße unter der U- Bahnbrücke zwischen den Bahndämmen in seinem Bulli entgegen kam. Ich fuhr mit zurückgelegtem Kopf mit meinen neuen Rollschuhen unter der Brücke durch, meine Augen eher in die Bäume als auf die Straße gerichtet und ich trug über der langen Turnhose mit dem ausgeleierten Gummizug an den Knöcheln und einem blauen Troyer meinen neuen Mantel. Ich glaub von Höppi! Er hatte einen kleinen Schlitz hinten und schwarzgraues Glencheckmuster. Die Steppnähte im Futter bildeten ein feines Salmimuster und Erika hatte neue rote Knöpfe angenäht. Die roten Knöpfe hatten überhaupt nicht zu dem Muster und den Farben gepasst, aber es war trotzdem der schönste Mantel, den ich je gehabt hatte.
Egon hatte sein Gesicht aus dem offenen Fenster seines gelben Bullis gestreckt und mich die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen und ich hatte auch meine Augen vom Himmel genommen, während er mit unverminderter Geschwindigkeit an mir vorbei bretterte.
Ich war dann über den Bürgersteig stolpernd in die frisch beschnittene Hecke neben dem Radweg gestürzt, um nicht auf die direkt vor mir auftauchende Baustelle zu geraten.
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