Nach vier Wochen
Wasserbarmbek verliebte ich mich wieder in die Hoisdorfer Lanstraße 48.
In die
vom Kirschbaumast herab hängende Schaukel, in die durch den dicken Ast
getriebenen großen eisernen Haken, an denen die Karabiner der Schaukelseile
quietschten, in den Joringelpfad ums Haus, wo wir mit Stöcken unsere Felder
beim Länderklauen in den Sand ritzten, in
die verbeulte alte Zinkwanne neben dem Entsafter hinterm Haus, voller leerer
eingeweichter Weinflaschen, deren abgelöste Etiketten wir heraus fischten und
zu kleinen Bällchen zusammendrehten. In das Stückchen roten Schlauches und die silberne Klemme am Ende, mit der wir den heißen,
in die blanken grünen Flaschen strömenden Saft abquetschen konnten.
Ich saß wieder auf der um die ganzen
Wände des Bauernzimmers verlaufenden Bank aus groben Holzbrettern, an denen ich
mir einen zwei Zentimeter langen Splitter in den Oberschenkel rammte, den ich
nach vergeblichen Versuchen, ihn zu bergen, einfach vergaß und der immer noch friedlich
in meinem Körper zirkuliert. Rausgekommen ist er jedenfalls nirgendwo.
Nur zu der zweiten, vor
dem alten Scheunentor zur besseren Isolierung neu gemauerten Wand
im Atelier blieb ich auch nach den Ferien auf Abstand. Manchmal verirrte sich
in dem engen Spalt zwischen den beiden Wänden
eine Schwalbe oder ein Star und ich konnte das tagelange immer schwächer
werdende Flattern nicht ertragen. Man hätte die Wand niederreißen müssen, um die
Vögel zu befreien.
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